Quini Maze <body>
High Waist JSK

Dieser Schnitt ist besonders einfach zu schneidern, da er hinten mit einem Shirring ist und somit keine genaue Passform und auch keine RV-/Knopfleiste vonnöten ist. Das Kleid passt etwa einer 36/38.

Auch kann man es als normalen Sommerkleid anziehen ohne einen Petticoat drunter, das macht sich ebenfalls sehr hübsch.

Schwierigkeit:

 

Anleitung

Zutaten

  1. Vlieseline
  2. 150cm x 150cm schwarzen Futterstoff
  3. 160cm x 150cm Printstoff
  4. 50cm x 150cm schwarzen Stoff (Brustbereich)
  5. 4 Knöpfe; Durchmesser ca.1,5cm
  6. ca. 40cm langes Gummiband mit ca. 1cm Breite

Evtl. könnte der Futter nur in schmaler zu kaufen geben, z.B. 140cm breit, aber das hat keine Auswirkungen auf die Längenangabe.

 

Zuschnitt

Die folgenden Zeichnungen sind proportional nicht korrekt gezeichnet, sie geben nur grob die Form der Schnittteile wieder.


Brustteil und Besatz werden auf dem schwarzen Stoff aufgezeichnet. Für das Brustteil werden insg. nur 4 Teile ausgeschnitten: einmal für das Vorderteil (V), zweimal für Hinten-Seite (HS) und einmal für Hinten-Mitte, was später das Shirring ausmacht (HM). Der Besatz wird auch nur einmal gebraucht.

Die Teile mit dem halben, blauen Kreis an einer Ansetzseite werden im Stoffbruch geschnitten. Das bedeutet, dass genau die Seite mit dem Halbkreis an einer Stofffalte anliegt und somit gedoppelt wird. Diese Seite auf keinen Fall durchschneiden und bitte achtet darauf, dass die Schnittteile im Fadenlauf des Stoffes liegen!

Nicht die Nahtzugabe von 1cm überall vergessen und die grüne Linie im Vorderteil ist der Abnäher und im Shirringteil die Umschlagkante für`s Einschlagen des Stoffes, dazu kommen wir noch später.

Der Rockteil wird auf dem Printstoff aufgelegt und jeweils zweimal ausgeschnitten. Hier gilt das gleiche wie vorhin: Stoffbruch und Nahtzugabe nicht vergessen.

Aus dem Printstoff wird  noch die Saumrüsche ausgeschnitten.  Dafür brauchen wir 3 Rechtecke mit 17cm x 150cm.

 

Rechts seht ihr noch, wie die verschiedenen Teile aus dem schwarzen Stoff aussehen.

Dazu kommen nämlich noch die Träger und Dekorationsteile wie die Schleife und das Unterbrustband.

Die Träger sind 4 Rechtecke mit 5cm x 50cm.

Die Schleife besteht aus dem Schleifenkörper mit 35cm x 16cm und dem Schleifenband mit 7cm x 8cm.

Das Unterbrustband ist ein schmales Rechteck mit 5cm x 75cm.

 

Auf den Besatz und die 4 Trägerteile werden von links Vlieseline gebügelt. 

 


 

 

Zuletzt fehlen noch die Schnittteile aus dem Futter.

Die 2 Shirringtunnel sind Rechtecke mit 3cm x 27cm.

Der Rockteil wird genau wie der aus dem Printstoff zugeschnitten und das Saumfutter besteht aus 3 Rechtecken mit 15cm x 150cm.

 

 

 

Nähen

Als erstes nähen wir die 3 Saumrüschenteile jeweils aus dem Printstoff und dem Futter zusammen und erhalten je eine lange Bahn aus dem Print- und Futterstoff. Diese langen Bahnen legen wir dann links auf links aufeinander, wobei das aus Futter etwas schmaler sein sollte.

Der Überhang vom bedruckten Stoff wird einmal ungefähr auf Höhe des grünen Striches zum Futter gefaltet und diese Falte nochmals umgeschlagen, sodass die Falte von eben auf dem Futter liegt. Diese Falte wird dann nah an der Kante auf dem Futter angenäht.

Die kürzeren Schmalseiten der Rüschenbahn wird dann noch versäubern und auch die Seiten der beiden Rockteile aus dem Printstoff, wobei die jeweiligen Unterkanten es nicht brauchen.

Dasselbe Prinzip auch bei den beiden Rockteilen aus Futter; alle Seiten außer die Unterkanten.

Die Schnittteile für den schwarzen Oberbereich werden auch versäubert mit Ausnahmen der Oberkanten. Ebenso wird die Innemkante des Besatzes versäumt.

Bereiten wir das Brustteil (V) vor. Dazu nähen wir auf der linken Seite des Vorderteils die Abnäher (grüne Linie) ab, indem man einfach diese längs der Hälfte faltet und dann entlang der grünen Linie einen schmalen Keil einnäht, das bitte einmal je Seite.

Das Shirringteil (HM) wird an der vorher erwähnten grünen Linie, die quer im oberen Bereich verläuft, zur Innenseite umgeschlagen und festgesteckt. Es sollte nun, wie auf dem Bild dargestellt mit der roten Linie, ein Stück kürzer sein als die beiden hinteren Seitenteile (HS).

 

Jetzt nähen wir 3 Tunnel für das Shirring auf der Innenseite auf.

Der alleroberste Tunnel ist die vorher umgeschlagene  Stoffkante des Schnittteils. Auf Bild 15 sieht man auf den Umschlag eine weiße gestrichelte Linie, das 1cm vom Rand entfernt ist. An der Linie schlagen wir den Stoff nochmals nach innen ein und nähen die neue Kante fest. Dabei muss nach oben hin auch noch eine Naht angesetzt werden, sodass der Tunnel ca. 1,5cm breit wird.

der Zweite Tunnel danach ist 2cm vom ersten entfernt (gemessen von der unteren Kante des vorherigen Tunnel). Dafür nehmen wir die schmalen Rechtecke aus dem Futter. Die 5cm breiten Stücke werden an den Längsseiten um 1cm umgeschlagen und dann auf dem Shirringteil an den Seiten aufgenäht. Das nächste wird ebenso gehandhabt mit denselben Abstand von 2cm.

 

Es macht nebenbei nichts aus, dass die Futtertunneln ein wenig länger sind als der Oberstoff. Die Enden werden später noch vom Besatz eingefasst und stören nicht weiter. Falls es euch dennoch stört, schneidet diese eben zurecht.

In die Tunnel zieht ihr nun die Gummibänder ein. Für den obersten braucht man ein 13cm, für den mittleren ein 12cm und für den unteren ein 11cm langes Band. Je nach eigenem Ermessen könnt ihr aber auch andere Längen nehmen. Das muss man durch Ausprobieren vorher testen.

Durch die Bänder steckt ihr an einem Ende eine schmale Sicherheitsnadel, so dass jedes eins hat und schiebt diese dann durch die richtigen Tunneln, die Nadeln voran und alle von derselben Seite anfangen. Zieht solange bis das andere nadellose Bandende am Ende des Tunnels angelangt ist und sichert das Gummi mit einer Stecknadel (sh. Bild 18, die beiden unteren, fertigen Tunneln). Die Sicherheitsnadeln bleiben vorerst in den einzelnen Tunnel liegen und werden später weiter durchgezogen.

Das Shirringstück mit den Gummibändern (HM) wird nun an den beiden hinteren Seitenteilen angenäht (HS), wobei die Seite mit den fixierten Gummibändenenden ganz angenäht wird und die andere Seite nur von unten bis zum untersten Tunnel (Bild 20, die rote Linie). Oben raus sollten bei den Seitenteilen mindest. ein 1cm hinausragen (Bild 19, rote Linien). An eins der Seitenteile wird dann auch das Vorderteil angenäht.

Die beiden Schnittteile von dem Rockteil werden an einer Seitennaht zusammengenäht, sodass es ein Stück draus wird.

Die unbearbeitete, lange Seite der Rüsche wird mit einer Rüschennaht präpariert (Rüschennaht siehe Tutorial Bolero/Shrug: Schritt 1 unter Nähen).

Die Bahn wird dann gleichmäßig rechts auf rechts an die Unterseite des Rockteils angeheftet (Bild 22), mithilfe der Rüschennaht zusammengerüscht und dann zusammengenäht.

Die eben genähte Kante wird nun versäumt und dann von links auf den Rockteil angenäht (Bild 26).

Die fertige Saumrüsche sollte nun von rechts so aussehen:


Der Rockteil mit der Rüsche und das Oberteil werden rechts auf rechts zusammengenäht, so dass es wie auf Bild 28 aussieht.

Danach schliesst man das Ganze an der offenen Seite zusammen, damit wir unseren Grundkörper erhalten.


Innen nähen wir nun das Futter für den Rock ein. Die beiden Rockteile aus Futter werden an den Seitennähten zusammengenäht, sodass wir einen Ring erhalten. Die Unterkante wird dann einmal rund doppelt eingeschlagen und festgenäht. Die Oberkante des Futterrocks wird mit einer Rüschennaht versehen, diese Seite steckt man an der Naht zwischen Ober- und Rockbereich an, anrüschen und annähen.

Bitte dabei drauf achten, dass die linke Seite des Futterrockes zur linken Seite des Rockes zeigt.

Hier wäre es angebracht, das Kleid anzuprobieren und erste Korrekturen anzubringen, besonders im Oberbereich.

Jetzt wird es etwas fummelig. Die 3 Gummibänder in den Tunneln werden ganz durchgezogen, die Sicherheitsnadeln abgenommen und mit Stecknadeln fixiert.

Diese Seite des Shirringteils wird an dem Seitenteil ebenfalls angesteckt und angenäht. Oben sollte das Seitenteil wie auf der anderen Seite etwas überragen.

Dabei kann man leider nicht ganz runter bis zur Unterseite annähen, was aber nicht schlimm ist. (Wegen der Naht zwischen Ober- und Rockbereich, die lässt die zu nähende Naht nicht mehr ganz auseinanderklappen.)

Diese kleine Lücke wird nachher noch zugemacht, aber man muss auf jedenfall bis runter zum letzten Gummi schaffen, damit es nicht rausrutschen kann.

 

 

Das Unterbrustband wird an den beiden Längsseiten 1cm eingeschlagen, sodass es 3cm breit ist. Dieses Band auf die Naht zwischen oben und unten anstecken und an beiden Seiten annähen.

Dabei nicht zu straff annähen und besser etwas mehr Spielraum zugeben. Dafür sollte die Länge ausreichend sein.

Auf der Rückseite die Enden schön einschlagen, wie auf dem Bild 34 zu sehen ist.

 


Jetzt kommen die Träger dran: Jeweils 2 Teile werden dann rechts auf rechts zusammengelegt und zusammengenäht. Ein Trägerende wid offen gelassen zum wenden und eins wird ganz geschlossen, damit man ein schönes Endstück hat.
Es sollte nun 2 Träger fertig sein und diese steckt man mit dem offenen Ende an dem Vorderteil an und zwar an der Stelle, wo die Kurve beginnt (Bild 35).

Zur Sicherheit heftet man die anderen Enden auch schon auf der Rückseite an und überprüft den Sitz des Kleides und korrigiert evtl. die Länge der Träger durch versetzen.

 

 

An der offenen Oberseite des Kleides steckt man den Besatz rechts auf rechts an und auch über die Träger an der Vorderseite.

Entlang der weißen Linie auf Bild 36-37 den Besatz an das Kleid annähen.

Ein paar Einschnitte in die Nahtzugabe schneiden, wo es nötig ist, den Besatz nach innen wenden und einbügeln.

 


Hinten am Besatz, wo er noch nicht an das Shirring und an der Unterbrustnaht angenäht ist, die Nahtzugabe einschlagen. Danach es, wie auf Bild 38 gezeigt, annähen.

 

Falls diese Naht sichtbar etwas schief und neben der anderen Naht auf der rechten Seite zu sehen ist, verdeckt man diese noch mit den Trägern.

 

Die werden auf der Rückseite aufgelegt wie auf Bild 39, markiert die Stellen, wo die Knöpfe hinkommen und näht da die Knopfschlitze an (rote Linien).

Auf der Rückseite selber noch die Knöpfe stabil mit Hand annähen und durch die Schlitze stecken.

 

 

 


Zuletzt noch die Schleife machen:

Den Schleifenkörper längs zu einem Tunnel nähen, wenden, die Enden zur Mitte falten und zusammennähen. Den Schleifenband ebenfalls zu einem schmalen Tunnel nähen und die Kante versäubern. Schleifenkörper vorformen, mit einem Faden fixieren und mit dem Band um die Mitte drum annähen. An die fertige Schleife eine Anstecknadel anbringen.

Damit ist der JSK auch schon fertig!

Varianten:

Wie man sehen kann, ist das Kleid relativ schlicht und man kann viele Änderungen dran vornehmen, hier einige Beispiele:

  • Die Träger auf der Rückseite wie beim Vorderteil annähen
  • Länge des Rockteils verändern
  • andere Rüschen
  • Spitze benutzen 
  • für größere Konfektionsgrößen sollte der Rockteil und Oberbereich verlängert werden und der Oberbereich an die Brustweite anpassen; entweder durch einen weiteren Shirring oder jedes Schnittteil einige cm dazugeben

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