Quini Maze <body>

Bolero / Shrug

Ein Bolero, auch Shrug genannt, ist einfach und schnell zu machen. Es peppt ein Outfit auf und kann auch für andere Kleidungsstile benutzt werden. Weil die Anleitung nachträglich gewünscht wurde, besteht der Großteil der wenigen Bilder aus Zeichnungen und nicht aus Fotos.

Schwierigkeit:

 

Anleitung

Zutaten

  1. Satinband: 1,5cm x 170cm
  2. Futter: 25cm x 150cm
  3. Spitze: ca. 1,5cm x 600cm
  4. Stoff: 25cm x 150cm

Falls euer Oberstoff keine 150cm breit liegt, korregiert dann die Breitenangabe von Futter und Stoff mit euer Stoffbreite, die ihr habt. Der Unterschied ist nicht so dramatisch, weil der Stoff eh gerüscht wird. Das Gleiche geschieht dann auch mit dem Scnittmuster. Außer ihr habt ein Stoff, das wirklich sehr schmal ist, z.B. 120cm.

 

Zuschnitt

Die obige Zeichnung ist proportional nicht korrekt gezeichnet, sie gibt nur grob die Form des Schnittteils wieder. Im Grunde ist das Schnittteil eine spitz zulaufende, schmale Ellipse, deren Spitzen etwas höher als mittig liegen. Die Rundungen müssen auch nicht exakt der Zeichnung gleichen. Es reicht, wenn es fließend übergeht und beide Seiten identisch sind.

Mit diesem Schnittmuster wird 1mal auf dem Stoff und 1mal auf dem Futter aufgemalt und ausgeschnitten. Die 1cm Nahtzugabe ist schon im Muster enthalten.

Nähen


Auf dem Stoff markiert man mit der Schneiderkreide den 1cm Abstand zum Rand einmal rundherum. Dann teilt man die Spitze zur Hälfte und an jede Hälfte näht man knapp am Rand eine Rüschennaht auf.

Rüschennähte sind Nähte, die mit langer Stichweite und schwächste Fadenspannung gesteppt werden. Außerdem wird der Anfang und Ende nicht vernäht, sprich kein Vor- und Zurücknähen über dem Faden zum Fixieren. So vorbereitet, steckt man eine Spitzenhälfte gleichmäßig auf eine gebogene Seite des Stoffteil mit den Markierungen und zwar so, wie das Bild 1 zeigt. Die Rüschennaht sollte mehr oder weniger auf den 1cm-Strichen liegen.

An den Spitzen des Stoffteils muss man die Spitze zur einer Rundung stecken, die nach außen wegdreht. Am besten soll die gerüschte Spitze ca. 2cm vor der Stoffspitze enden. Der Grund ist der, dass nach dem Wenden die gerüschte Spitze schön sauber zwischen den Teilen verschwindet, wie Bild 2 nachher gezeigt.

Nach dem Feststecken wird an den Fäden von der Rüschennaht an einem Ende sanft angezogen und die Spitze sollte sich rüschen. Die Rüschen schön zurechtlegen und ein wenig verteilen und dann wird entlang der Markierung festgesteppt. Dasselbe macht man mit der anderen Spitzenhälfte auf der andere Seite.

Auf dem Stoffteil legt man danach das Futter rechts auf rechts darauf und steppt beides zusammen. Das geht am leichtesten, wenn man die Stoffseite zu sich dreht und entlang der vorhandenen Nähten einmal rund näht, wobei in der Mitte einer Seite eine ca. 7cm lange Lücke offen lässt. Durch diese Lücke wird das Ganze gewendet, nachdem man in die Nahtzugabe bei den Rundungen kleine Keile rausgeschnitten ohne die Naht zu berühren und die Zugabe an den Spitzen gestutzt hatte.

Nach dem Wenden bitte in Form zupfen und kurz drüber bügeln, danach wird knapp am Rand einmal abgesteppt. Auch über die offengelassene Lücke, einfach die Nahtzugaben richtig einfalten und drüber fahren. Bild 3 zeigt, wie es nach dem Wenden bei der Spitze aussehen sollte.

Jetzt wird auf dem gewendeten Teil 2 Rüschennähte so aufgenäht, wie das Schnittmuster vorgibt. Die Nähte sollten dabei nicht weiter als 1,5cm auseinander liegen und zu einem Rand ca. einen Abstand von 9cm haben. Etwas drunter oder drüber ist auch nicht schlimm, solange man nicht allzu stark Slalom näht.

Das Ganze dann auf ca. 80cm Länge zusammenrüschen. Auf die Rüschennähte wird zuletzt das Satinband aufgesteppt, wobei es die Nähte von vorhin verdeckt. Aufpassen, dass man an beiden Enden gleich viel Band zum Binden hat! Einmal linke und rechte Bandseite festnähen und auf der Futterseite die überflüssigen Rüschennähte wieder entfernen. Dafür wäre es gut gewesen, wenn diese Nähte mit einem andersfarbigen Faden als das Futter gemacht wurde.

Als allerletztes noch die Bandenden schräg anschneiden und mit einem Feuerzeug vorsichtig anzünden, damit sie sich verschliessen.

Fertig ist der Bolero! ^^


Varianten:

  • Tüll oder andere Lagen mit nähen
  • Mehr oder andere Spitze verwenden 
  • Stoff mit Vlieseline steifen
  • Bolerolänge verändern
  • Die Form verändern
  • Anstatt Futter einen anderen Stoff verwenden um ein Wendebolero zu erhalten

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